Schmerztherapie

Mein Name ist Sabine Ruck. Meine Ausbildungen und Berufe sind Masseurin med. Bademeisterin, Sport und Gymnastiklehrerin, Physiotherapeutin, Körperpsychotherapeutin und seit 2010 auch Heilpraktikerin für Physiotherapie.

Sie sind auf diese Seite gekommen weil sie selber immer mal wieder, oder aktuell, Schmerzen haben?

Dann möchte ich Ihnen im folgendem meine Erfahrung den Umgang mit Schmerz und was ich anbiete erläutern.

Ich denke jeder war oder ist in seinem Leben (Vielleicht sogar in der embryonalen Phase) schon einmal oder mehrmals mit dem Thema Schmerz konfrontiert worden und ist auf seine eigene Weise damit umgegangen. Die einen verdrängen, stecken es weg, machen sich oder andere dafür verantwortlich, holen sich Hilfe, geben auf, kämpfen usw.

Ich habe mich gefragt gibt es einen gemeinsamen Umgang mit Schmerz? Ich sage ja!

Das Schlüsselwort ist Mitgefühl.

Denn wir sind fühlende Wesen. Wir können unseren Schmerz auf körperlicher und seelischer Ebene fühlen, nicht nur das, wir können den Schmerz anderer Wesen fühlen, d.h. mitfühlen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn ein Mensch sich mit seinem Schmerz einem anderen Menschen zeigt und der andere mit seinem ganzen Mitgefühl da ist, ohne etwas zu tun oder zu verändern, fühlt sich der Mensch/der Schmerz vielleicht zum ersten mal wirklich gesehen und gefühlt, ohne etwas erklären oder verändern zu müssen.

Mit dem seelischen und körperlichen Schmerz da sein zu dürfen, gesehen zu werden, "nackt" zu sein damit. Oft ist es für alle Beteiligten ein großes Geschenk, wir empfangen die nackte Wahrheit , die von unsere eigenen Wahrheit gar nicht so weit entfernt ist, womit wir in dem gemeinsamen Mitgefühl angekommen sind. Wenn wir also unser Mitgefühl erweitern, erweitern wir unserer Erfahrungen und somit wird dies eine lange Kette der mitfühlenden Erfahrung.

Stell dir einmal vor, der Kritiker in dir kommt zur Ruhe, so kann sich die Erfahrung des bedingungslosen Mitgefühls ausbreiten.

Was steht hinter dem Schmerz? Angst!

Wenn wir Angst haben verspannt sich der Körper, jede Zelle deines Körper zieht sich zusammen, du atmest nicht mehr, du bist eingefroren, vielleicht wie erstarrt in einer Art Schockzustand.

Gibt es da noch Leben oder Lebendigkeit? Nein!

Wenn wir uns darin verstricken,uns hinein steigern, wird am Ende nur noch der " Zelltod"warten.

Zum Umgang mit Schmerz in meinen Behandlungen:

In einer körpertherapeutischen Sitzung ist auch der Schmerz nicht ausgeschlossen. Der Therapeut und der Klient sind im Mitgefühl für den Schmerz da und wir entscheiden in jedem Moment neu, wie wir damit umgehen. Es wird ein gemeinsamer Prozess und es fließen körper-/tanztherapeutische Arbeitselemente ein. Die Chance entfaltete sich, einen neuen Umgang mit Schmerz zu lernen. Vielleicht darf der Schmerz dann sogar gehen, wenn er gesehen wurde und seine Aufgabe erfüllt hat.

Meine eigene Erfahrung mit Schmerz:

Ich habe zwei Bandscheibenvorfalle in der Halswirbelsäule (C3/4, C5/6) die mir ab und an, Schmerzen bereiten und ganz besonders dann, wenn ich nicht achtsam und liebevoll mit mir selbst bin.

Immer mal wieder tauchte der Schmerz ganz massiv in meinem eigenen Körper auf. So wie ich ihn kannte, aber doch auch anders, und ich habe mich gefragt was ist anders?.... Ich überprüfte mich, beobachtete mich, fragte mich, ich kam nicht weiter.

Ein andere Weg:... ich fragte meinen Körper:... Was brauchst du?.... Was willst du, Schmerz mir Sagen? .... Es machte sich ein neues Tor auf, plötzlich bekam ich Zugang zu meinem Schmerz und ich trat ein.

Ich fiel in eine tiefe Trauer, ich hatte lange nicht mehr geweint, ich weinte und hatte das Gefühl nicht mehr aufhören zu können.Viele, viele alte Schmerzen kam hoch und ich lag viele Stunden auf dem Boden und ließ geschehen was geschah. In einem tiefen Abgrund in mir wie in einem Keller geschah Heilung, die ich in meiner Brust, in meinem Herzen spürte.

Als ich mich langsam vom Boden zum Sitzen aufrichtete, war der körperliche Schmerz nicht einfach weg, wie ich gehofft hatte, er war noch da, aber mit einer anderen Qualität. Nicht mehr so massiv in meinem ganzen Körper, jede Zelle meines Körper überflutend, sondern weicher, gelassener, nicht mehr Kämpfen gegen mich selbst und so tun als ob dieser Schmerz etwas von mir Getrenntes wäre, nein;.... er ist ein Teil von mir.

Ich habe angefangen ihn (der Schmerz oder das Schmerzgefühl) als meinen Freund zu sehen und immer wenn er auftaucht, zu lauschen was will er mir sagen. Aufmerksam zu sein was gerade geschieht, achtsam mit dem was ich tue und liebevoll zu mir selbst zu sein.

Wenn ich mal ganz ehrlich zu mir bin, gehe ich nicht immer oder sogar die meiste Zeit nicht sehr freundlich mit mir um. Deshalb sehe ich den Schmerz oder das Schmerzgefühl als eine Art Begleitung die mich erinnert zu mir selbst nach Hause zu kommen und mich liebevoll in die Arme zu nehmen. Ich habe aufgehört gegen ihn zu kämpfen, Ihn in den Keller zu sperre, zu beschimpfen, denn damit trample ich nur auf mir selber herum. Ich gebe dem Schmerz keine Macht über mein Da-Sein. Ich lade ihn auch nicht ein, aber wenn er da ist, ist es so das ich Ihn an den gedeckten Tisch einlade und schau was geschieht. In diesem Sinne: Willkommen Leben.

Beispiele von Menschen mit großen Schmerzen und einen anderen Umgang mit dem Schmerz:

Die Erfahrung eines krebskranken Menschen:

Ich beobachte den Schmerz als Zeuge, entspanne und atme; Ich bin nicht der Schmerz.

Umgang mit Schmerzen aus der Sicht einer Tanztherapielehrerin:

Gehe mit deiner Aufmerksamkeit in einen Körperteil, der sich gut in dir an fühlt, atme und bewege dich sanft und liebevoll mit diesem angenehmen Gefühl, beobachte was geschieht.

Ein Klient berichtet über das Schmerzgedächtniss:

Nach einem Hexenschuss am Morgen, brachte Frau Ruck die Lendenwirbel am Abend wieder in die richtige Stellung. Die Muskeln hatten jedoch inzwischen gelernt, wie sie mich – vollkommen schief – irgendwie stabilisierten um mich zu schützen, damit ich nicht „durchbrach“. Sie waren noch nicht bereit loszulassen. Erst am Morgen hatten sie etwas losgelassen. Jedes Mal, wenn ich in den nächsten Tagen aufstand, gab es einen schmerzhaften „Aufstand“ der Muskeln, die sich daran gewöhnt hatten, mich zu schützen. Ich verstand, wie aus geringem Anlass, die Muskeln sich an einen anderen, schmerzhaften Zustand gewöhnen, das Schmerzgedächtniss entsteht und kann chronisch werden kann.
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